Die Länder in der afrikanischen Sahelzone besitzen ein ungünstiges Klima, für das eine drei- bis viermonatige Regenzeit zwischen Juni und September charakteristisch ist. Die Haupteinnahmequellen der Bevölkerung, Ackerbau und Viehzucht, sind klimatischen Risiken ausgesetzt. Alternative Arten der Einkommensbeschaffung sind nur sehr begrenzt vorhanden. Je nach Situation könnte sich jedoch die Verfügbarkeit von Trinkwasser als geeignetes Mittel zur Änderung der Lebensbedingungen der Menschen erweisen.
Auch Mali, im Herzen Westafrikas, mit einer Bevölkerung von mehr als 12 Millionen Einwohnern, von denen mehr als 70% auf dem Lande leben, befindet sich in einer solchen Lage. Subsistenz-Landwirtschaft und traditionell betriebene Viehzucht stellen für diese Bevölkerungsgruppen die einzigen Einnahmequellen dar. Der Grad der ländlichen Elektrifizierung im Land liegt bei weniger als 1%. Die ländliche Bevölkerung besitzt praktisch keinen Zugang zu modernen Elektrizitätsleistungen. Und doch könnten diese modernen Quellen der Energie, die ein gemeinsamer Faktor jeder Entwicklung ist, Handlungsmöglichkeiten bieten, den Kampf gegen die Armut durch eine vollständige Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln und die Schaffung von lokalen Kernen der Wirtschaftstätigkeit zu beschleunigen. Bei einer Ausdehnung des Landes von 1 241 000 km2 und einer Bevölkerungsdichte von 10 Einwohnern pro km2 bieten erneuerbare Energien eine geeignete Lösung, um der örtlichen Wirtschaft Auftrieb zu geben, die Armut zu verringern und dem ländlichen Exodus der (meist jugendlichen) Bevölkerung Einhalt zu gebieten.
Um die Alltagsbedingungen zu verbessern, neue Hoffnung zu wecken, Lösungswege für verschiedene die Lebensbedingungen der Menschen und die Umwelt betreffende Fragen aufzuzeigen, hat das Mali Folkecenter mit seinem JEKASSY Programm, in Partnerschaft mit dem Fond Mondial pour lEnvironnement FEM/PPS (dem Welt-Umweltfonds) und InterCooperation Suisse, ein Solar-Windpumpen Hybridsystem im Dorf Karangana installiert, eine Landgemeinde gleichen Namens wie der Süden Malis in der Sikasso Region, 480 km von Bamako, der Hauptstadt des Landes, entfernt.
Die Wahl der Technologie ist eng mit dem Potential an Wind- bzw. Solarenergie verknüpft. Nach der Installation einer Wind-Solarpumpen Hybridanlage mit:
wurde im Rahmen dieses Projekts ein Windmesssystem installiert, um eine Datenbasis für den Standort und das lokale Umfeld zu gewinnen.
Die seit zwei Jahren installierte Pumpanlage ermöglicht die Lieferung von über 20 Kubikmeter Wasser pro Tag. Sie füllt die Tröge der Tiere mit Wasser und liefert ebenfalls den Menschen Trinkwasser. Das Wasser ermöglicht es den Gruppen von Frauen und Männern im Dorf, sowohl Trinkwasser für den Eigenbedarf zu haben als auch einem Einkommenserwerb nachzugehen, wie etwa:
Abgesehen von seiner Eigenschaft als Pilotprojekt verbessert das Projekt die Lebensbedingungen der Menschen in angepasster Weise durch: